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Aktuelle Meldungen des Auswärtigen Amtes

20.10.2017 11:49

Übung macht den Meister: Wie das THW humanitäre Helfer auf den Einsatz vorbereitet

Übung macht den Meister: Wie das THW humanitäre Helfer auf den Einsatz vorbereitet

Humanitäre Hilfe ist dann erfolgreich, wenn sie dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Umso wichtiger, dass sich alle Beteiligten aufeinander verlassen können. Denn im Krisenfall zählt oft jede Minute. In gemeinsamen Trainingskursen lernen Mitarbeiter von Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen schon im Vorfeld, wie gute Zusammenarbeit funktioniert.

Ein Hubschrauber nähert sich mit dröhnenden Rotoren. Unter der offenen Ladeluke hängt ein Netz mit Nahrungsmittelpaketen und anderen dringend benötigten Hilfsgütern. Am Boden eilt das Empfangsteam zum Landeplatz und nimmt die Lieferung entgegen. Eine zweite Gruppe beugt sich über eine detaillierte Landkarte, um die weitere Verteilung der Hilfsgüter zu planen. Tukastan, ein bergiges Küstenland, ist seit zehn Jahren von politischen Unruhen betroffen. Jetzt sind nach einem Erdbeben im Norden des Landes große Teile der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen.

Unter der Ladeluke hängt ein Netz mit Nahrungsmittelpaketen und anderen Hilfsgütern

Zum Glück handelt es sich hierbei um ein fiktives Szenario in einem nicht realen Land, die vermeintlichen Erdbebenopfer sind Statisten. Mit großem Aufwand und akribischer Planung haben Experten vom Technischen Hilfswerk (THW) die gemeinsame Übung der Vereinten Nationen und etlicher Hilfsorganisationen geplant. Mehr als 200 Personen bereiten sich in der tagelangen Großübung darauf vor, internationale humanitäre Hilfseinsätze zu koordinieren.

Koordinierung im Hintergrund – die Logistik muss stimmen

Damit Hilfe im Notfall auch ankommt, muss die Logistik stimmen. Hilfsgüter, aber auch Helfer müssen oft weite Wege zurücklegen, bevor sie da ankommen, wo sie gebraucht werden. Die Infrastruktur in Krisengebieten ist meist nur noch rudimentär – Straßen und Flughäfen zerstört oder überlastet, Mobilfunknetze zusammengebrochen. Erfahrene Experten im Logistik- und Telekommunikationsbereich gehören in Hilfsprojekten bei den meisten Organisationen daher schon länger zum Standard.

Bei einem in dieser Form erstmals organisierten gemeinschaftlichen mehrtägigen Training an der THW-Bundesschule in Neuhausen bei Stuttgart haben humanitäre Helfer aus dem Logistik- und aus dem Telekommunikationsbereich jetzt die Möglichkeit, in praktischen Übungen und Simulationen Abläufe durchzuspielen. Wie belädt (und entlädt) man sinnvoll Hubschrauber mit Hilfsgütern? Wie koordinieren sich Helfer unterschiedlicher Organisationen vor Ort? Praktisches Wissen, das im nächsten Notfall-Einsatz enorm wichtig ist.

Kooperation auf Augenhöhe: Welternährungsprogramm und Technisches Hilfswerk als Partner

Das Training baut auf Erfahrungen der vergangenen Jahre auf. Zum ersten Mal führen dabei die vom Welternährungsprogramm koordinierten Logistik- und Telekommunikationsteams ihre Kurse zusammen durch, damit bessere Koordination vor Ort einen echten Mehrwert erbringt.

Am Boden eilt das Empfangsteam zum Landeplatz und nimmt die Lieferung entgegen.

Das Welternährungsprogramm zählt zu den größten Empfängern deutscher Hilfszahlungen – allein im laufenden Jahr konnte das Auswärtige Amt Projekte des Welternährungsprogramms im Umfang von rund 560 Millionen Euro unterstützen. Der Schwerpunkt dieser Hilfsmaßnahmen liegt auf Syrien und den Nachbarländern, sowie den von akuten Hungerkrisen bedrohten Ländern in Afrika. Das Welternährungsprogramm leistet durch die direkte Bereitstellung von Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern einen großen Beitrag, um Unter- und Mangelernährung in Krisengebieten zu bekämpfen.

Das Technische Hilfswerk bringt wichtige Erfahrungen und Kenntnisse in die humanitäre Hilfe ein, von denen alle Partner profitieren. Seit vielen Jahren unterstützt das Auswärtige Amt das THW bei Hilfseinsätzen in akuten Krisen – beispielsweise auf den Philippinen (Taifun Haiyan) oder in Nepal (Erdbeben 2015). Beim Erdbeben in Mexiko vor wenigen Tagen waren THW-Helfer ebenfalls rasch vor Ort. Doch auch bei der Durchführung internationaler Lehrgänge für Hilfsorganisationen – wie hier für den Logistik- und Telekommunikationsbereich – arbeiten THW und Auswärtiges Amt eng zusammen. Mitarbeiter des Welternährungsprogramms oder des VN-Flüchtlingshilfswerks werden so noch besser auf ihren Einsatz in humanitären Krisen vorbereitet.

Zum Weiterlesen:

Humanitäre Hilfe-Übersicht

Webseite des THW

Stand 20.10.2017

19.10.2017 15:02

#AA24: Im Twitter-Marathon um die Welt

#AA24: Im Twitter-Marathon um die Welt

Für 24 Stunden hat das Auswärtige Amt in Echtzeit Eindrücke aus dem Arbeitsalltag rund um den Globus geteilt.

Von der Passstelle in Caracas über das Ministerbüro in Berlin bis ins Pressereferat in Tokyo. In den 24 Stunden vom 17.10., 12 Uhr bis zum 18.10. 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit  hat das Auswärtige Amt auf dem Kurznachrichtendienst Twitter einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Unter dem Hashtag #AA24 wurde mit mehr als 150 Beiträgen und Fotos geteilt, was in den weltweit 220 Auslandsvertretungen und der Zentrale in Berlin an einem normalen Tag geschieht.

11.000 Mitarbeitern über die Schulter schauen

11.000 Mitarbeitern über die Schulter schauen: Zum Beispiel in der Visastelle Caracas.

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr und rund um den Globus: Deutsche Außenpolitik findet an vielen Orten statt und wird von den unterschiedlichsten Mensch getragen. Vom lokal angestellten Gärtner in Kigali bis zum Staatssekretär in Berlin – während des 24-Stunden-Marathons konnten die Nutzer den mehr als 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrem Arbeitsalltag über die Schulter blicken. Mehr als 2,7 Millionen Nutzer verfolgten den Twitter-Marathon in Echtzeit mit. 

Die Highlights aus 24 Stunden haben wir hier für Sie zusammengestellt:

24 Stunden Auswärtiges Amt: Das Beste aus unserem Twitter-Marathon

Stand 19.10.2017

(© Auswärtiges Amt)

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