Das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts

Kuti-e Bagthscha: Frauen restaurieren Emirs Pavillon in Kabul Bild vergrößern Es ist ein großes Anliegen des Vereins Afghan Rehabilitation Group e.V. , dass Frauen eine Berufsausbildung sowie eine Beschäftigung erhalten. (© Afghan Rehabilitation Group e.V. ) Seit 1981 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts die Bewahrung kulturellen Erbes in aller Welt mit dem Ziel, das Bewusstsein für die eigene nationale Identität im Partnerland zu stärken und einen partnerschaftlichen Kulturdialog zu fördern. Das Programm hat sich zu einem sehr wirkungsvollen Instrument der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik entwickelt.


Gefördert werden Projekte

- zum Erhalt des kulturellen Erbes im Ausland

- zur Bewahrung des deutschen kulturellen Erbes im Ausland, ausgenommen in historischen deutschen Siedlungsgebieten im östlichen Europa (Zuständigkeit für letztere liegt bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien)

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Restaurierung und Konservierung von historischen Bauwerken oder Gegenständen,
  • Sammlung und Dokumentation mündlicher Überlieferungen im Bereich Musik und Literatur,
  • Konservierung und Digitalisierung von historischen Handschriftenbeständen und Tonarchiven,
  • im Rahmen von Kulturerhalt-Projekten die Aus- und Fortbildung von Restauratoren, Archivaren, Museumsfachleuten,
  • die Bereitstellung von Geräten und Ausstattungsgegenständen.

Die Osmanischen Qaisariyen im Basar von Erbil Bild vergrößern Die Osmanischen Qaisariyen im Basar von Erbil (© TU Berlin/DAI/Kurapkat) Von 1981 bis 2015 konnten mit rund 65 Millionen Euro fast 2.700 Projekte in 144 Ländern gefördert werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Projekte, die dem Erhalt ausländischen historischen Kulturerbes dienen.
In der Regel handelt es sich um Projekte, die innerhalb eines Jahres durchgeführt werden können; in Einzelfällen werden auch Maßnahmen bewilligt, die sich auf zwei oder drei Jahre erstrecken. Die jährliche Förderung kann von Beträgen unter 1.000 € bis zur Bereitstellung von über 100.000 € in seltenen Einzelfällen reichen. Wo möglich, werden Fachleute und die lokale Bevölkerung des Partnerlandes an der Durchführung beteiligt, sowie die Projekte um eine Ausbildungskomponente vor Ort ergänzt.

Nicht gefördert werden Grabungen, rein wissenschaftliche Forschungsvorhaben und Symposien.

Für weitere Informationen siehe Webseite des Kulturerhalt-Programms

Kulturerhalt

Die Manuskripte aus Timbuktu

Bildband Kulturwelten

Rettung der Wandmalereien des Vat Sisaket in Vientiane

In dem dreisprachigen Bildband "Kulturwelten" dokumentiert das Auswärtige Amt anhand von einigen Beispielen, die für Hunderte andere in aller Welt stehen, welchen außenpolitischen Wert der Kulturerhalt hat. Er vermittelt eine Ahnung davon, an welchem unermesslichen kulturellen Erbe wir alle teilhaben.

Kriterien für die Projektförderung im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts

Mausoleum Shadi-Mulk-Aga/Usbekistan

Mit diesem Kriterienkatalog informiert das Auswärtige Amt über den Gegenstand der Förderung, die Voraus-setzungen sowie die Antragstellung.